Samstag, 19. April 2008

14.-16.04.: Siem Reap, Kambodscha

Mit dem Flieger geht es nach Siem Reap, Kambodscha. Wir nehmen uns einen Fahrer und stuerzen uns gleich in das Getuemmel von Angkor.


Angkor war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja. Weltbekannt ist Angkor durch die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer und deren Tempelanlagen geworden - allen voran Angkor Wat, den größten Tempelkomplex dieser Art der Welt. Hindu und Buddistische Tempel stehen dabei Seite an Seite. Bis heute wurden bereits mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt.



Das Wort Angkor bedeutet uebrigens Stadt - es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des Königreiches dank eines komplizierten Bewässerungssystems bis zu 1 Million Menschen auf etwa 1.000 km² gelebt haben. Zum Vergleich: New York City ist rund 1200, ohne seine Wasserflächen weniger als 800 Quadratkilometer groß. Berlin hat eine Fläche von knapp 900 Quadratkilometern.

Besonders spektakulaer ist Ta Prohm, dem ein oder anderen (insbesonderen Claudia) vielleicht aus dem "Lara Croft: Tomb Raider" - Film als Kulisse bekannt. Der Tempel wurde in seinem urspruenglichen Zustand belassen und nur soweit gesichert, das Touristen ihn besuchen koennen. Die Ruinen sind voll und ganz im Griff der Wuergefeigen und Tetrameles nudiflora, deren Wurzeln ganze Gebaeude umwuchern.



Neben Angkor haben wir noch ein wenig das Land erkundet und eine Fahrt zur "Floating Village" (Chong Khneas) gemacht. Hier leben mehr als 5000 Kambodschaner und Vietnamesen sowie eine unbekannte Zahl illegaler Einwanderer dauerhaft auf circa 1000 Hausbooten in der Mitte des "Tonle Sap Lake". Der See ist 160km lang und breitet sich in der Regenzeit durch das Wasser des Mekongs auf bis zu 250km Laenge und 100km Breite aus. Damit ist der See der groesste See in Sued-Ost Asien.


Er ueberflutet dabei die anliegenden Reisfelder und Siedlungen -die Menschen haben sich auf diesen Wechsel eingestellt und ihre Haeuser entweder auf Stelzen gebaut oder sind so mobil, das sie ihre Haeuser einfach auf ein Auto laden und an einen anderen Ort ziehen.




Der Sunset in Angkor Wat ist weltbekannt und sicherlich ein millionenfach geknippstes Bild. Dieses Foto haben wir uns fuer den letzten Abend aufgespart -da wir zu frueh waren, haben wir uns aber nochmal den Tempel genauer angesehen. Diesmal gut ausgeruestet mit Fruechten als Proviant. Diese wurden Stefan dann zum Verhaengniss:

Ich schau mir in aller Ruhe die wunderschoenen Carvings in Angkor Wat an, als Stefan im Kampf um die Fruechte von einem Affen in den Finger gebissen wird. So ein Mist -denn in Kambodscha ist die Tollwut, die fuer den Menschen in 99% der Faelle toedlich ist, bei Hunden und Affen sehr verbreitet. Also statt Sunset mit dem TukTuk -ab ins Krankenhaus.



Dort vor Ort ist alles kein Problem, er kriegt in dem sehr modernen Krankenhaus eine Impfung, die ihn verlaesslich vor der Krankheit schuetzt. Allerdings verpassen wir den Sunset und werden in den naechsten Tagen waehrend des Urlaubs noch weitere 2 der insgesamt 5 noetingen Impfungen machen muessen. ... Na, zumindets haben wir einen schonenen Sunset an einem anderen Tempel erwischen koennen.

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